Stadtkirche Wittenberg

Generalsanierung zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation 2017
Leistungsphasen: 1-9
Bauzeit: 2009 - 2015
Bausumme: 7,5 Mio. €
Projektgröße: 2.780 qm

Geschichte und Bedeutung

Als ältester Teil der Kirche hat sich der Chor aus dem späten 13. Jh. erhalten. Mit dem Bau des Westwerks wurde ab der Mitte des 14. Jhs. ein größerer Entwurf verfolgt, dessen Bau sich mit dem Neubau des Langhauses ab 1411 und der Erhöhung der Türme ab 1432 bis zur Weihe im Jahr 1439 hinzog.

Seit 1512 ist das Wirken Martin Luthers als Prediger in der Stadtkirche St. Marien anzunehmen. 1547 wird der Altar Lucas Cranachs d. Ä. geweiht. Sein Sohn Lucas d. J. schuf im Verlauf des 16. Jahrhunderts zahlreiche Gemälde und Epitaphe, die noch heute in der Kirche zu erleben sind. Zur Ordination der evangelischen Geistlichen von Kursachsen wurde ab 1567/70 der nördliche Sakristeianbau im Renaissancestil aufgestockt und der Wendelstein angebaut. Als Ersatz für die im Schmalkaldischen Krieg zur Schaffung von Geschützplattformen abgetragenen spitzen Turmhelme wurden 1555-58 nach Dessauer Vorbild neue Turmhelme mit achteckigem Unterbau und Welschen Hauben errichtet.

1806 besetzten die Franzosen unter Napoleon die Stadtkirche, plünderten und zerstörten weite Teile der Ausstattung. Der gesamte Innenraum wurde daher 1811 durch den italienischen Baumeister Carlo Ignazio Pozzi in freien neugotischen Formen neu gestaltet und inszeniert. Erst 1928 wurden noch einmal gestalterische Veränderungen in größerem Umfang vorgenommen und der Innenraum entsprechend dem Zeitgeist purifiziert. Diese Gestaltung ist weitgehend erhalten, der 2. Weltkrieg hinterließ glücklicherweise keine Primärschäden. Seit 1996 ist die Stadtkirche Wittenberg als Teil der Luthergedenkstätten Weltkulturerbe der UNESCO.

 

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Dr. Krekeler & Partner erarbeitete 2005 den Masterplan zur Sanierung der Stadtkirche St. Marien für das Lutherjahr 2017. 2010 konnte mit der Konservierung und Teilinstandsetzung der Epitaphen in Wittenberg (Stadt- und Schlosskirche) mit der Umsetzung des Masterplans begonnen werden.

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Umfang der Bauaufgabe:

  • Konservierung und Teilrestaurierung der äußeren Epitaphien
  • Dekontamination und konstruktive Ertüchtigung des mittelalterlichen Dachstuhls, Neueindeckung
  • Instandsetzung der Fassaden gemäß restauratorischen Befunden von 1570
  • Neuorganisation der Erschließung und Herstellung von Barrierefreiheit

Auswahl aus unserem Leistungsbild:

  • Material- und Schadenskartierung der Fassaden
  • Brandschutzkonzept
  • Historische Bauforschung zur Dachkonstruktion
  • A+S-Planung und SiGeKo

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